Installation im Palais Palffy, Stiegenhaus vom 17. Mai - 10. Juni 2006, täglich von 14.00 bis 18.00 Uhr sowie vor den Abendveranstaltungen
Im Stiegenhaus des Palais Palffy erfolgt bereits eine Begegnung mit einem zentralen Werk Ingeborg Bachmanns. In einer Rauminstallation erfährt das Gedicht «Böhmen liegt am Meer» eine mediale Transformation vom Papier zum Screen. Die Bildfläche flimmert dabei verteilt auf acht Fernsehgeräten in mehreren Stockwerken über den Köpfen der BetrachterInnen. Das Massenmedium Fernseher wird zum Transmitter für eine Autorin, die Massenphänomene aufgespürt hat. Der trainierte Blick auf die omnipräsenten Screens in allen Ebenen unserer vielschichtigen Lebensaspekte macht unsere Abhängigkeit von elektronifizierten Bilderwelten deutlich, die schon bei Poème electronique im Philips Pavillon zur Weltausstellung 1958 thematisiert wurde. Entgegengesetzt stehen die Worte Ingeborg Bachmanns, in denen von Beginn an von Freiheit gesprochen wird. Das Werk wird in die Fragmente der Gedichtwerdung dekonstruiert und erfährt ein animiertes Arrangement auf mehreren Ebenen entlang des Fluchtpunkts der BetrachterInnen.
Konzeption und Durchführung: Rainer Kohlberger Mitarbeit: Christoph Sonnleitner, Phillip Ennemoser, Anna Bertsch, Roland Fraunberger alle: Fachhochschule MultiMediaArt, Salzburg
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